Warum die Auswahl schwieriger ist als erwartet
Die eigentliche Herausforderung liegt nicht im Produkt, sondern im Zusammenspiel:
- Kalenderintegration: Funktioniert das System zuverlässig mit Microsoft Teams, Exchange oder Google Workspace – oder nur auf dem Papier?
- Hardware-Software-Kombination: Welches Display passt zur Buchungssoftware? Wer installiert, wer wartet?
- Skalierbarkeit: Was heute für 10 Räume funktioniert, muss morgen für 50 standortübergreifend laufen.
- Hybrides Arbeiten: Spontane Buchungen, Ghost-Meetings und wechselnde Belegung erhöhen den Koordinationsaufwand.
Produkttypen im Überblick
Vier Kategorien – je nach Einsatzzweck, Infrastruktur und Anforderungen an die Kalenderintegration.
Raumterminals & Türschilder
Displays direkt am Raum zeigen Verfügbarkeit und ermöglichen spontane Buchungen vor Ort.
- Joan 6 Pro — E-Ink-Display, kabellos, bis zu 3 Monate Akkulaufzeit, Microsoft 365 & Google Workspace Integration
- Yealink RoomPanel — 8" Touch-Display, zertifiziert für Microsoft Teams Rooms und Zoom
- Legamaster e-Screen Door Panel — kompaktes Panel mit LED-Statusanzeige, für Cisco Webex und Teams
UC-integrierte Buchungssysteme
Buchung direkt aus der Kommunikationsplattform heraus – ohne separates Tool.
- Jabra Scheduler — Videokonferenz-Hardware mit integrierter Raumbuchungsfunktion via Microsoft Teams
- Yealink MeetingBar A40 — All-in-One-Bar mit nativer Teams/Zoom-Buchungsintegration
Interaktive Raumdisplays von Samsung (Smart Signage QMB-T, 32"–55") und Sharp (PN-L Series) eignen sich für Lobbys und zentrale Buchungspunkte. Software-Plattformen wie Joan Manager verbinden verschiedene Hardware-Panels und Kalender cloudbasiert.
Empfehlungen nach Einsatzgebiet
Systeme mit nativer Microsoft 365- oder Google Workspace-Integration reduzieren den Administrationsaufwand am stärksten.
| Einsatzgebiet | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| Kleine Meetingräume (2–4 Pers.) | Joan 13" oder Yealink RoomPanel | Kompaktes Format, direkte Kalenderintegration |
| Konferenzräume (6–12 Pers.) | Yealink RoomPanel Plus + Teams Rooms | Teams-zertifiziert, Sensor-basierte Anwesenheitserkennung |
| Großräume & Boardrooms | Samsung Smart Signage (PMF-Serie) | Großformatige Displays für Raumstatus und Agenda |
| Open-Space & Flex-Desking | Joan 6 Pro oder Legamaster e-Screen | Niedriger Stromverbrauch, kabelloses Mounting |
| Schulungs- & Seminarräume | Sharp PN-Series Interactive Display | Doppelnutzung als Präsentationsfläche und Buchungsinterface |
| Hybrid-First-Umgebungen | Yealink RoomPanel + Jabra PanaCast 50 | Buchungsdisplay + KI-Kamera für automatische Freigabe |
| Multi-Standort | Joan Manager (Cloud) oder Microsoft Places | Zentrale Verwaltung aller Standorte |
Auswahlkriterien: Worauf es wirklich ankommt
| Kriterium | Worauf achten | Typischer Fehler |
|---|---|---|
| Kalenderintegration | Zertifizierte Anbindung an M365 / Google Workspace | Nur auf Demo-Screenshots verlassen |
| Hardware-Kompatibilität | Offene Protokolle (REST API, MQTT) | Proprietäre Insellösungen wählen |
| Display-Qualität | IPS-Panel, min. 400 cd/m² für helle Flure | Auf Papier-Specs verlassen statt Muster anfordern |
| Buchungs-Hardware | Dedizierte Panels (Yealink, Joan) mit PoE-Betrieb | Standard-Tablets ohne Raummanagement-Firmware |
| Skalierbarkeit | Zentrales Device-Management für >50 Räume | System für 5 Räume, das bei 30 neu beschafft werden muss |
| Sicherheit & Datenschutz | DSGVO, SSO (SAML 2.0 / Azure AD), EU-Rechenzentren | Datenspeicherort nicht vertraglich klären |
| Wartung & Support | SLA mit Reaktionszeiten, lokaler Ansprechpartner | Nur auf Hersteller-Hotline setzen |
Best Practices: Was erfahrene Planer anders machen
- Kalender-Integration zuerst klären – Stellen Sie sicher, dass das System nativ mit Microsoft 365 oder Google Workspace synchronisiert, bevor Sie Hardware evaluieren.
- PoE statt Steckdose – Power-over-Ethernet für alle Türschilder spart Installationsaufwand und erhöht die Flexibilität bei Raumänderungen.
- Ghost-Meeting-Erkennung aktivieren – Präsenzsensoren (Joan, Yealink) oder automatische Freigabe-Regeln geben gebuchte, aber ungenutzte Räume zurück.
- Türschilder und Buchungssystem aus einer Hand – Displays wie Joan 6 Pro oder Yealink RoomPanel kommunizieren direkt mit Ihrer Buchungssoftware, ohne Middleware.
- Keine Insellösungen – Systeme, die nur per proprietärer App buchbar sind, scheitern an der Nutzerakzeptanz.
- Display-Größe nach Sichtweite wählen – 10" reicht für den Türrahmen; für Flurübersichten empfehlen sich Samsung- oder Sharp-Displays ab 32".
- Teams Rooms-Zertifizierung als Mindeststandard – Nicht-zertifizierte Hardware erzeugt Folgekosten durch Kompatibilitätsprobleme.
- Rollout schrittweise planen – Starten Sie mit einem Pilotbereich (5–10 Räume), bevor Sie unternehmensweit ausrollen.
- Hardware ohne Wartungsvertrag vermeiden – Displays und Panels ohne definierten Servicepfad fallen im Betrieb aus, ohne dass eine Zuständigkeit geklärt ist.
- Nutzerakzeptanz > Funktionsumfang – Ein System mit weniger Features, das täglich genutzt wird, liefert mehr ROI als ein komplexes, das umgangen wird.
Lösungsansätze im Vergleich
Drei Architekturansätze dominieren den Markt – mit unterschiedlichen Anforderungen an Integration, Hardware und Verwaltungsaufwand.
| Kriterium | Cloud-basiert | On-Premise | Hybridlösung |
|---|---|---|---|
| Integration | Native M365/Teams-Anbindung | Eigene IT-Infrastruktur nötig | Flexibel konfigurierbar |
| Hardware | Joan, Yealink, Samsung | Herstellerabhängig | Breite Geräteauswahl |
| Verwaltungsaufwand | Gering (SaaS) | Hoch (eigene IT) | Mittel |
| Datenkontrolle | Eingeschränkt | Vollständig | Teilweise |
| Skalierbarkeit | Sehr hoch | Begrenzt | Hoch |
| Gesamtkosten | Laufende Lizenzkosten | Höhere Initialinvestition | Moderat |
Die drei Ansätze im Detail
Jeder Ansatz hat spezifische Vor- und Nachteile
Cloud-basiert
Joan, Yealink RoomPanel – native Teams/Outlook-Integration. Schnelle Inbetriebnahme, automatische Updates. Ideal für KMU ohne eigene IT-Abteilung.
On-Premise
Maximale Datensouveränität für regulierte Branchen. Eigene IT-Ressourcen zwingend erforderlich. Höherer Installations- und Wartungsaufwand.
Hybridlösung
Cloud-Software + spezialisierte Hardware (Sharp, Legamaster, Jabra). Maximale Flexibilität, modularer Aufbau. Höherer Planungsaufwand bei Integration.
Empfehlung: Für KMU ohne dedizierte IT-Abteilung ist der Cloud-Ansatz mit zertifizierter Hardware (Joan, Yealink) der wartungsärmste Einstieg. Hybridlösungen empfehlen sich, wenn bestehende AV-Infrastruktur weitergenutzt werden soll.
Häufige Fragen
Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Systemauswahl
Funktioniert das System mit unserer Microsoft 365-Umgebung?+
Ja – Joan, Yealink und Samsung bieten zertifizierte Anbindungen an Microsoft 365, Teams und Exchange. Wir prüfen im Rahmen der Bedarfsanalyse, welche Integration für Ihre spezifische Konfiguration am zuverlässigsten funktioniert.
Brauchen wir eine eigene IT-Abteilung für Betrieb und Wartung?+
Nein. Cloud-basierte Systeme (Joan, Yealink) werden zentral verwaltet und automatisch aktualisiert. Die PIK AG übernimmt Installation, Einrichtung und laufenden Wartungsservice – inklusive festem Ansprechpartner.
Was passiert bei einem Geräteausfall?+
Im Rahmen unseres Wartungsvertrags sind definierte Reaktionszeiten vereinbart. Sie haben einen persönlichen Ansprechpartner – kein Ticket-System, kein Callcenter.
Können wir mit wenigen Räumen starten und später erweitern?+
Ja, das empfehlen wir sogar. Starten Sie mit einem Pilotbereich (5–10 Räume), sammeln Sie Erfahrungen und rollen Sie dann schrittweise aus. Alle empfohlenen Systeme sind skalierbar.
Welche Displays eignen sich für Räume ohne Stromanschluss am Türrahmen?+
E-Ink-Displays wie das Joan 6 Pro arbeiten kabellos mit bis zu 3 Monaten Akkulaufzeit. Alternativ bieten PoE-fähige Panels (Yealink, Legamaster) eine kabelarme Installation über das Netzwerkkabel.
Welches System passt zu Ihrer Infrastruktur?
Gemeinsam analysieren wir Ihre Anforderungen – von der Raumanzahl über die IT-Umgebung bis zur gewünschten Integration. Unverbindliche Erstberatung, kostenfreie Anforderungsanalyse, persönlicher Ansprechpartner.
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