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Hybrid Classroom ESMT

Projekt Anforderungen

European School of Management and Technology, ESMT

Hybride Videokonferenztechnik in der Lehre

Die ESMT Berlin ist die höchstplatzierte Business School in Deutschland und die erste und einzige deutsche Wirtschaftsuniversität in den europäischen Top 10. Sie wurde 2002 gegründet und 2006 im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR am Schlossplatz in der Mitte Berlins eröffnet.
Seit etwa zwölf Jahren ist die PIK AG der Partner für die medientechnische Ausstattung im gesamten Schulgebäude. Wir begleiten die ESMT mit unserer langjährigen Erfahrung der gesamten Hochschultechnik aus Berlin und Brandenburg auf dem Weg in die hybride Lehre.

Unsere Herausforderung 2020 /2021

Die schon gut ausgestattete Schule sah sich im Laufe der Pandemie mit der Notwendigkeit konfrontiert, genauso wie andere Hochschulen, sich vom Präsenzunterricht auf die Fernlehre umzustellen. Mit Blick in die Zukunft sollten sich beide Unterrichtsformen kombinieren lassen, sodass ein Hybridunterricht möglich wird.
Diese Wünsche wurden mit der Bitte um Dringlichkeit und eine schnelle Planungsphase im Herbst 2020 vom Team der ESMT (Herr Wilke, Leiter IT, Herr Haarhaus und Herr Klemp, Medientechnik) an uns herangetragen.
Die ESMT setzt Zoom als Fernunterrichtssoftware ein und ist als anerkannte Hochschule in der Education-Betreuung des amerikanischen Herstellers. Eine unserer Aufgaben war es, die Zoom Rooms Funktionalität in den Hörsaal zu bringen, um eine einfache Bedienung für den Verantwortlichen zu ermöglichen.
Die Technik wurde so ausgelegt, dass sie mit jeder beliebigen anderen Software genutzt werden kann, sollte sich die Schule mal für eine andere Produktlösung entscheiden.

Die technische Umsetzung

Die anzupassenden Räume waren bereits im Laufe der Zeit modernisiert worden, sodass die Bildwiedergabe für das Auditorium als auch die Beschallung eine gute Basis darstellten.

Die drei auszustattenden Hörsäle waren unterschiedlich ausgestattet bzw. aufgebaut. Das Audimax fasst ca. 200 Personen bei komplett flexibler Bestuhlung. Die anderen Auditorien haben eine feste Bestuhlung für ca. 40-80 Studierende.

Jeweils zwei Kameras nehmen sowohl den Dozenten als auch die Teilnehmer auf. Dabei sollten sich die Kameras automatisch sprachgesteuert ausrichten. Für den Dozenten wurde dies mit einer Aver PTC500S Kamera erreicht, die eine Verfolgerautomatik besitzt. Nach sorgfältiger Einrichtung erlaubt diese, dass der Vortragende sich frei bewegen kann und die Kamera seinen Bewegungen automatisch folgt. Der Dozent kann selbstständig auf seinem Crestron Touchpanel TSW-1060 diese Funktion aktivieren und deaktivieren.

Die zweite Kamera in jedem Hörsaal ist eine Aver PTZ310. Diese besitzt keine automatische Trackingfunktion. Unsere Programmierer haben dafür Algorithmen geschrieben, die entweder über die Sprechstellen auf Tastendruck oder über die Deckenmikrofone Shure MXA-910 die Info übermittelt, wer aktuell spricht. Die Crestron Steuerung CP3 erlaubt damit die Ansteuerung der Kamera und bringt sie schnell in die richtige Position, um den Sprecher perfekt aufzunehmen.

In diesem Zusammenhang wurden auch die Audio-DSPs ersetzt. Der QSC Core 110f ist ein absolutes Highlight in diesem Bereich. Nicht nur sein Echo Canceling prädestiniert ihn für diesen Einsatz. Dante on board erlaubt den direkten Anschluss an das Netzwerk und die Verbindung z. B. zu den Deckenmikrofonen machen ihn zum perfekten Partner. Ideal ist der USB-Audioanschluss, der für den PC und der Zoom Rooms Software die Audiosignale im Windows Treibermodell zur Verfügung stellt.

Die Shure Deckenmikrofone MXA-910 erlauben, dass jeder im Auditorium bei etwa 40 Teilnehmern freisprechen und sich aktiv an der Diskussion mit den Videokonferenzpartnern beteiligen kann.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Signaltechnik in den betreffenden Räumen ersetzt. Zum Teil war bereits Digital Media von Crestron im Einsatz. Die starre Struktur macht dieses System aber unflexibel und schwer erweiterbar. Deswegen wurde der Sprung in die nächste Generation gemacht und das Crestron DM-NVX System in verschiedenen Varianten installiert. Die IP basierende Lösung schafft neue Möglichkeiten, die jede Erweiterung für die Zukunft zulässt. Damit ist auch die Vernetzung zwischen den Räumen campusweit in bester Qualität möglich.
Dem Team der ESMT war es wichtig, dass der Dozent eine gute Kontrollmöglichkeit und einen Blick auf seine virtuellen Zuschauer bekommt. Hierzu wurden jeweils im hinteren Bereich der Räume eine Splittwand von NEC, bestehend aus jeweils sechs Monitoren des Typs UN552V installiert. So kann mit den Bildsignalen flexibel eine gewünschte Wiedergabe so groß dargestellt werden, dass der Vortragende seine Präsentation perfekt reflektiert bekommt.

Touchscreens ebenfalls von NEC Typ C861QSST erlauben dem Vortragenden eine digitale Tafel in seinen Unterricht einzubinden und den Inhalt den anwesenden und virtuellen Teilnehmern zu präsentieren.

Das zusätzlich zur Videokonferenz per Zoom auch noch ein Streaming mit einem Extron SMP111 Encoder für die Übertragung zu beliebigen Zielen ermöglicht, erledigt die Technik fast nebenbei.

Robert Wilke, Leiter IT der ESMT: „Wir haben gemeinsam mit PIK eine zukunftsweisende Technologie für hybride Veranstaltungen implementiert, die den hohen Ansprüchen unserer Kunden, Mitarbeiter und Fakultät gerecht wird. Ein großes Dankeschön an das Team der PIK AG, das uns technisch perfekt hierhin begleitet und geführt hat. Wir freuen uns schon darauf, die nächsten Projekte mit der PIK AG umzusetzen.“

Fotos: ©Bettina Ausserhofer